Tapesia flavescens Svrcek 1987


Originalbeschreibung
In Ceska Mycologie 41(2): 95
Text - Zeichnungen


Apothezien: 0,6-1,2 mm Durchmesser, rund, flach, rehydriert hellgrau, etwas durchscheinend, ohne wulstigen Rand, etwas crenuliert:

Substrat: am Boden liegende Stängel von Rubus fruticosus agg.


KOH-Reaktion: recht schnell deutlich gelb.
Subikulum: makroskopisch nicht sichtbar.
Subikulumhyphen: sehr reichlich, schwarzbraun, 2,5-3,5 µm breit, Wandstärke 0,5-0,7 µm.
Kristalle: keine.
Randhaare: mehrzellige, deutlich differenzierte, braune Randhaare vorhanden, insgesamt ca. 40-50 x 7-10 µm, Endzellen zylindrisch oder apikal verjüngt,jedoch Spitze stets abgerundet, (10)12-18 x 5-10 µm.
Ektales Excipulum: ca. 60 µm starke Textura globulosa-angularis.
Medulla: nur etwa 20 µm stark, hyalin.
Subhymenium: aus hyaliner Textura intricata.
Hymenium: mit sehr vielen amyloid reagierenden granulären Teilchen im obersten Bereich, auf dem Hymenium fest aufliegend, nicht herumschwimmend. Möglicherweise handelt es sich nur um lose Ascuspori, doch ist die Reaktion sehr stark und die Granula eher zu zahlreich.
Lose Granulae wie in der Originalzeichnung dargestellt konnten nicht beobachtet werden.
Sporen: hyalin, unseptiert. 6-6,77(7,5) x 1,8-2-2,2 µm (15/1/1 in KOH), Q: 2,7-3,3-3,5, Vol.: 10-15-20 µm3.
Ölgehalt: 0,5-1, ein oder wenige winzige Tröpfchen in einem oder beiden Polen.
Asci: 42-50 x 4,2-5 µm, mit Haken.
Ascus-Reaktion: mit Lugol stark blau.
Paraphysen: zylindrisch, ca.2-2,5µm breit.

Diskussion

Aufgrund der kleinen Sporen und der auffallenden Randbehaarung eine gute abgegrenzte Art. Welcher Wert den amyloiden Granulae im Hymenium zukommt muss an weiteren Funden überprüft werden.